Gebäude kühlen mit wenig Energie

Kiefernzapfen an einem Nadelzweig mit dem Logo von "Smartcity Guide" in der unteren rechten Ecke.

In der Natur sind viele Lösungen für vom Menschen gemachte Probleme schon vorhanden. So ist der Kiefernzapfen Vorbild für das Projekt Solar Gate der Universität Freiburg und Stuttgart: Er öffnet sich bei warmer und trockener Umgebung und schließt sich bei Feuchtigkeit. So kann er im Sommer seine Samen verteilen und sie im Winter schützen.

Wie der anpassungsfähige Zapfen funktioniert auch Solar Gate. Bei einem Gebäude der Universität Freiburg sind vor den Fenstern hinter einer Glasschicht bewegliche Schuppen installiert. Eine Schicht der Schuppen dehnt sich bei hoher Luftfeuchtigkeit aus, die andere bleibt stabil. Durch die entstehende Spannung öffnen sich die Schuppen – geräuschlos und ohne Energieaufwand.

Die zehn Zentimeter langen Schuppen werden im 3D-Drucker aus Zellulose hergestellt und öffnen und schließen sich je nach Außentemperatur. An warmen Tagen spenden sie Schatten, an kälteren Tagen öffnen sie sich, um Licht und Wärme ins Gebäude zu lassen. Dabei wird keinerlei Mechanik verbaut und – da es keinen Motor gibt – wird auch keine Energie benötigt. Und gerade das Kühlen von Gebäuden wird bei steigenden Temperaturen in der Architektur ein großes Thema: Es ist ein immenser Aufwand an Energie vonnöten, um Temperaturen auf angenehmem Niveau zu erhalten.


Quellen:

https://www.nature.com/articles/s41467-024-54808-8

https://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio-216292.html

https://www.icd.uni-stuttgart.de/projects/solar-gate

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