Wald aufforsten per Drohne

Künstliche Intelligenz könnte künftig eine wichtige Rolle beim Schutz und der Wiederaufforstung von Wäldern spielen. Moderne Systeme analysieren dafür große Mengen an Daten aus Satellitenbildern, Sensoren und Drohnenaufnahmen, um Schäden durch Trockenheit, Schädlingsbefall oder Brände frühzeitig zu erkennen. So lassen sich gefährdete Waldflächen schneller identifizieren und gezielter überwachen.

Wie diese Technologien praktisch eingesetzt werden können, zeigt das Forschungsprojekt Garrulus der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Dort arbeiten Forschende an einem System aus Drohnen, hochauflösender Kartierung und künstlicher Intelligenz, das geschädigte Waldflächen analysiert und bei der Wiederaufforstung unterstützt. Ziel ist es, geeignete Standorte für neues Saatgut automatisch zu erkennen und Bäume präzise per Drohne auszusäen. 

Die Drohnen erstellen dabei detaillierte 3D-Karten und digitale Modelle des Waldbodens. Mithilfe von KI werden Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Vegetation oder Feuchtigkeit ausgewertet, um die Orte mit den besten Wachstumsbedingungen zu bestimmen. Anschließend kann Saatgut gezielt dort ausgebracht werden, wo junge Bäume die größten Überlebenschancen haben. 

Hintergrund der Forschung sind die massiven Waldschäden der vergangenen Jahre. Dürreperioden, Stürme und vor allem der Borkenkäfer haben in Deutschland große Flächen zerstört. Allein in Nordrhein-Westfalen gelten große Teile der Fichtenbestände als verloren. Gleichzeitig fehlen vielerorts Personal, Zeit und finanzielle Mittel für eine klassische Wiederaufforstung per Hand. KI-gestützte Drohnensysteme sollen diesen Prozess deshalb schneller, effizienter und kostengünstiger machen. 

Die Forschenden betonen jedoch, dass künstliche Intelligenz die Forstwirtschaft nicht ersetzt. Vielmehr soll sie Förster:innen und Naturschutzbehörden als Werkzeug unterstützen, um Wälder besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen und langfristig widerstandsfähiger zu mache

Quelle: https://www.h-brs.de/de/garrulus
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-morgenecho-interview/audio-wie-kuenstliche-intelligenz-waelder-retten-soll-100.html

Erstellt mithilfe von KI

Weitere Beiträge

Rund 45 % der Siedlungs- und Verkehrsflächen in Deutschland sind vollständig versiegelt – Regenwasser kann nicht versickern und überlastet bei Extremwetter schnell die Kanalisation. Die Folgen können lebensgefährlich sein.
Seit 1. Juni 2026 können z.B. Nachbarn oder Mitglieder einer Energiegemeinschaft gemeinsam von einer Photovoltaikanlage profitieren, ohne dass sie physisch an dieselbe Anlage angeschlossen sein müssen. Der Strom wird über das öffentliche Netz verteilt, aber rechnerisch zwischen den Beteiligten aufgeteilt.
Kölner Clubs haben sich zusammengeschlossen, um auch beim Feiern Nachhaltigkeit einzuführen. Schon kleine Änderungen können hier erstaunliche Ergebnisse erzielen.